Der Erfolg des Impfens ist sein eigener Feind. Ein durchaus treffender Kommentar aus einer der letzten Zeit-Ausgaben. Wiedergegeben in aller Kürze steht darin weiterhin, dass wenn eine Krankheit offenbar durch Vakzination ausgerottet wurde, der Fokus natürlich auf den eventuellen Nebenwirkungen liegt. Da kann die Krankheit, die an der Verbreitung gehindert wird, noch so schlimm sein - wenn die Impfung dagegen Rötungen an der Einstichstelle verursacht, überwiegt der mögliche Schaden der Impfung den Nutzen bei Weitem.
Selektive Warnehmung rulez! Leider nicht nur in dieser Sache. So stirbt zum Beispiel fast jeder Mensch, nachdem er am Tag zuvor zu Mittag gegessen hat. Der geneigte Leser schreit an dieser Stelle: "Mittagessen tötet!" Es ist nunmal so, dass wenn sich eine große Menge einer Prozedur unterzieht, ein gewisser Teil davon kurzfristig verstirbt. Das ist aber der natürliche Schwund - davon gibt es bekannterweise ein bisschen immer - Zusammenhänge unwahrscheinlich, nur eben nicht ausgeschlossen. Das ist dann der Einsatz der Zahlenfreunde. Signifikant erhöhte Inzidenzraten et al. Dem im Durchschnitt durschnittlichen, panickenden Deutschen gehen solche Statistiken allerdings am Arsch vorbei. Der hört nur: "Mensch stirbt nach Impfung".
Den Zu- im Nebensatz, der da sagt, dass der Hainz mit 250 im Regen über die Autobahn fuhr, bekommt der passionierte Verschwörungstheoretiker dann gar nicht mehr mit.