• Keine Meisterwerke mehr

    Es ist ein Untergang im Mittelmaß, den Forest Gump propagiert und mit dem sich Thees' amerikanischer Onkel Walter nicht zufrieden geben will. Dabei ist gerade das der Ausweg aus der bösen kapitalistischen Annahme der Effizienzsteigerung. Nieder mit dem Besser, Besser. Doch niemanden interessiert das Mittelmaß. Es ist weder Opfer marktradikaler Vereinleibungen, noch Ziel spaßgesteuerter Konsumenten. Die Spitze macht glücklich, Mittelmaß zufrieden. Nur wer in höchsten Höhen schwindelt wird nieder in tiefste Tiefen fallen.

    Wir verweigern uns dem Gutseins und geben uns mit einem mäßigen Okay zufrieden. So sollte es sein, nur so wird es nie. Bitte, oszillieren sie.

  • Impfen tötet!

    Der Erfolg des Impfens ist sein eigener Feind. Ein durchaus treffender Kommentar aus einer der letzten Zeit-Ausgaben. Wiedergegeben in aller Kürze steht darin weiterhin, dass wenn eine Krankheit offenbar durch Vakzination ausgerottet wurde, der Fokus natürlich auf den eventuellen Nebenwirkungen liegt. Da kann die Krankheit, die an der Verbreitung gehindert wird, noch so schlimm sein - wenn die Impfung dagegen Rötungen an der Einstichstelle verursacht, überwiegt der mögliche Schaden der Impfung den Nutzen bei Weitem.

    Selektive Warnehmung rulez! Leider nicht nur in dieser Sache. So stirbt zum Beispiel fast jeder Mensch, nachdem er am Tag zuvor zu Mittag gegessen hat. Der geneigte Leser schreit an dieser Stelle: "Mittagessen tötet!" Es ist nunmal so, dass wenn sich eine große Menge einer Prozedur unterzieht, ein gewisser Teil davon kurzfristig verstirbt. Das ist aber der natürliche Schwund - davon gibt es bekannterweise ein bisschen immer - Zusammenhänge unwahrscheinlich, nur eben nicht ausgeschlossen. Das ist dann der Einsatz der Zahlenfreunde. Signifikant erhöhte Inzidenzraten et al. Dem im Durchschnitt durschnittlichen, panickenden Deutschen gehen solche Statistiken allerdings am Arsch vorbei. Der hört nur: "Mensch stirbt nach Impfung".

    Den Zu- im Nebensatz, der da sagt, dass der Hainz mit 250 im Regen über die Autobahn fuhr, bekommt der passionierte Verschwörungstheoretiker dann gar nicht mehr mit.

  • Umwelt schützen! Klima wandeln! Blog-action-dayen!

    Draußen wird es wieder kälter, die Klimaerwärmung zieht offenbar unaufhaltsam voran. Und weil es draußen kälter wird, wird es drinnen auch nicht wärmer. Zumindest nicht von alleine. Deswegen heißt es wie jedes Jahr: Feuer machen. Da wir aber mittlerweile Kulturwesen sind, heißt das Feuermachen der Neuzeit heizen. Damit ich also während der auswärtigen Klimaerwärmung nicht erfriere wird drinnen geheizt, ergo: anschaffen gehen. Nämlich Energie.

    Und um an die zu gelangen, werde ich mal meinen eingelagerten, Uran-betriebenen Steinkohlebagger entstauben und anwerfen, um wieder Rohmaterial für mein Kohlekraftwerk im Garten auszubuddeln. Die verbrauchten Brennstäbe binde ich dann dem nächstbesten Radikalöko auf den Rücken - einen Castortransport zum Abladen findet der nämlich ganz bestimmt.

    Weil so ein Bagger allerdings doch sehr auf die Ohren schlägt, ich aber trotz des ganzen Lärms den Feierabend nur recht ungern verpassen möchte, klingelt pünktlich um Fünf mein solarbetriebener und selbstgebauter Wecker. Der Umwelt zu Liebe.

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